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In einem tropischen Land gibt es andere Gesundheitsrisiken als bei uns. Andererseits sollte man sich nicht zu viele Sorgen machen. Die Vorfreude auf den Urlaub ist auch unter dem Gesundheitsaspekt wichtig.

Imodium als Durchfallmittel ist sehr zu empfehlen, da wir die dort auftretenden Keime nicht gewohnt sind und unser Magen sich erst umstellen muss. Ich habe allerdings ganz selten Gesundheitsprobleme, obwohl ich mir bedenkenlos mit dem dortigen Leitungswasser die Zähne putze und auch in einheimischen Restaurants esse, wo das Geschirr sicher nicht mit abgekochtem Wasser gespült wird. Die innere Einstellung spielt eine große Rolle dabei, wie der Magen reagiert. Eine Impfung gegen Hepatitis A kann sinnvoll sein, wenn man eine Reise ins Landesinnere macht, ist aber vielleicht entbehrlich bei einer Safari mit Übernachtung in den großen Lodges.

Hepatitis B ist ebenso wie die HIV-Infektion eine sexuell übertragbare Krankheit. Die Benutzung von Kondomen ist in diesem Land unbedingt erforderlich, wenn man sich auf sexuelle Kontakte einlässt.

Wichtigstes Gesundheitsproblem ist die Malaria. Zur Zeit (Sommer 2002) gibt es im Landesinneren gerade wieder einen Malariaausbruch. Wie schon erwähnt, empfiehlt es sich, nach Einbruch der Dunkelheit langärmelige Kleidung und lange Hosen zu tragen und sich mit Mückenschutzmitteln einzureiben. Leider reicht dies nicht immer aus. Der Kauf von Mückenabwehrmittel (Spiralen, die man anzündet und die einen für Mücken unangenehmen Geruch entwickeln, Moskito-coil), wenn man abends draußen sitzen möchte, ist eine weitere Schutzmöglichkeit. In einheimischen Lokalen kann man die Bedienung bitten, so etwas im nächsten Laden zu kaufen, oft klappt das. Malariaprophylaxe ist auf jeden Fall sinnvoll, wenn man sie verträgt. Unsere Gesundheitsämter geben Auskunft über aktuell wirkungsvolle Mittel, die in Kenia übrigens viel preiswerter gekauft werden können als hier. Dies ist z. B. eine Möglichkeit, wenn man häufiger nach Kenia fährt. Verträgt man die Prophylaxe nicht, sollte man Malariamittel zumindest als Standby Medikament bei sich haben. Die einheimischen Ärzte in Kenia können in der Regel in wenigen Minuten feststellen, ob man eine Malaria hat oder nicht. Wichtig beim Verdacht auf Malaria ist, nicht zu warten! Je schneller eine Behandlung einsetzt, desto geringer sind die Beschwerden und die Risiken. Symptome sind neben Fieber, Schüttelfrost, Kopf und Gliederschmerzen auch Durchfall oder Erbrechen. Man sollte bei solchen Symptomen auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Die Hotels haben Ärzte, mit denen sie kooperieren. Ich habe jedoch auch sehr gute Erfahrungen mit lokalen Praxen (Hospital) gemacht. Kennt man keine einheimischen Ärzte, sollte man das Hotelpersonal um eine Empfehlung zu bitten.