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  Verkehrsmittel  
 

 

ÖPNV   Unter ÖPNV versteht man in Kenia vor allem Sammeltaxen, sogenannte Matatus. Ihren Namen haben die Matatus von tatu, dem Kisuahili-Wort für drei, dem früheren Preis für die Benutzung. Dieser Preis gilt allerdings vor allem in den Touristenregionen längst nicht mehr. Bei den Matatus handelt es sich meist um Fahrzeuge von der Größe eines VW-Busses. Die Afrikaner schaffen es, eine erstaunliche Anzahl Menschen in diesen Autos unterzubringen. Oft stehen noch bis zu fünf Mitfahrer in der geöffneten Schiebetür auf dem Trittbrett. Für Ungeübte ist das weniger zu empfehlen. Da für die Fahrer Zeit Geld ist, sind Verkehrsregeln für sie in der Regel nicht so wichtig. Viele Reiseführer raten daher von der Benutzung der Matatus ab. Allerdings handelt es sich um ein preiswertes Verkehrsmittel, bei dem man mit Einheimischen in Kontakt kommt. Als Fußgänger, Radfahrer oder im eigenen Auto ist man genauso gefährdet. Die neue Regierung hat Sicherheitsvorschriften erlassen (jeder Passagier ein Sitzplatz mit Sicherheitsgurt). Diese Vorschriften werden häufig von der Polizei überwacht, genauso häufig ist die Nichteinhaltung allerdings eine Chance Schmiergeld zu kassieren. Die Regierung hat beim Erlass der Vorschriften übersehen, dass sich das Angebot an Transportmitteln durch die Reduzierung der Passagierzahl drastisch verkürzt. Besonders in ländlichen Gegenden muss man oft stundenlang auf ein Matatu warten und die Fahrer versuchen die Vorschriften irgendwie zu umgehen. Z. B. hält das Matatu einige hundert Meter vor der Verkehrskontrolle, die überzähligen Fahrgäste rennen an der Kontolle vorbei, bis das Matatu sie einige huntert Meter nach der Kontrolle wieder aufnimmt.
     
Busse   Ein weiteres Verkehrsmittel sind die großen Busse verschiedener Gesellschaften, die zum Teil auch weite Teile des Landes miteinander verbinden. Überlandbusse verbinden mit Nachtfahrten (man spart Übernachtungskosten) fast alle großen Städte. Matatus (Minibusse und Sammeltaxis) gibt es nahezu überall im Land, aber Busse sind, wenn vorhanden, aus Sicherheits- und Bequemlichkeitsgründen vorzuziehen.Steigt man nachmittags in Mombasa in einen der großen Busse, ist man am nächsten Morgen am Viktoriasee. Auch hier geht Schnelligkeit vor Sicherheit. Man sollte sich bemühen, möglichst weit vorne im Bus zu sitzen. Hinten wird man zum Teil sehr durchgeschüttelt. Kenner empfehlen einen Sitz auf der linken Seite des Busses, bei einem evtl. Zusammenstoß ist dies sicherer (in Kenia ist Linksverkehr). Auch Busse sind ein äußerst preiswertes Mittel, durch das Land zu reisen und Menschen kennenzulernen. Oft genug ist man auf den Fahrten durch das Land der einzige weiße Mensch im Bus. Man stellt immer wieder fest, wie hilfsbereit und freundlich Afrikaner sind, wenn man unsicher ist und nicht genau weiß, wie man sich verhalten soll. Auf das Gepäck, vor allem auf Wertsachen, sollte man allerdings achten.
     
Eisenbahn   Die Bahn verbindet die Küste mit Nairobi und Nairobi mit Kisumu. Die Züge fahren nur nachts. Die Strecke ist traumhaft schön, ganz besonders bei Vollmond. Ein Teil der Strecke nach Nairobi führt durch den Tsavo-Nationalpark und man kann während der Fahrt Tiere beobachten. Die Preise sind deutlich höher als bei Busfahrten, dafür reist man allerdings auch deutlich komfortabler und bekommt im Speisewagen Abendessen und Frühstück serviert. In der ersten Klasse teilt man das Abteil mit einer weiteren Person, in der zweiten Klasse gibt es Abteile für vier Personen. Gerade die zweite Klasse ist eine gute Möglichkeit, Kenianer kennenzulernen. Bei der dritten Klasse handelt es sich um Wagons mit Bänken ohne Schlafmöglichkeit. Diese sind für Europäer nur bedingt zu empfehlen.
Nicht nur der Zug sondern auch die Ausstattung wecken nostalgische Gefühle
       
Auto  

Mietwagen sind in Kenia teuer. Auch das Anmieten eines Taxis hat seinen Preis, ist jedoch oft Verhandlungssache. Die Information über angemessene Preise bei Menschen, die sich auskennen, ist sinnvoll. Das Taxi hat den Vorteil, dass man einen landeskundlichen Fahrer hat. Mit dem Taxi sind kleine Safaris z. B. von der Südküste in die Shimba Hills leicht und preiswert möglich. Man ist hier frei in der Gestaltung seiner Zeit.

Die kenianischen Straßen sind mit unseren Straßen nicht zu vergleichen. Dies gilt auch für die großen Verbindungsstraßen von der Küste nach Tansania und Uganda. Man sollte immer mit Schlaglöchern und in Ortschaftsnähe mit dem plötzlichem Auftauchen von Bodenwellen, die die Geschwindigkeit drosseln sollen, rechnen. Auch in Sichtweite großer LKW`s, die oft plötzlich überholen, ohne auf andere Fahrzeuge zu achten, ist Vorsicht geboten.

       
Flugzeug   Das Flugzeug ist das komfortabelste Verkehrsmittel in Kenia, hat aber seinen Preis. Man kann mit kleinen Flugzeugen leicht von der Küste nach Nairobi, in die Nationalparks oder auch zum Viktoriasee gelangen.
Landeanflug in der Maasai Mara